Wissenschaftliche Fakten zum Klimawandel

Über die Geschichte der Erde verteilt, zeigen sich seit den 1950er Jahren Höchststände bei der Aufzeichnung der globalen Temperaturen. Dabei sind 17 der 18 wärmsten Jahre seit 2001 protokolliert worden. Menschliche Temperaturaufnahmen hatten seit der Mitte des 19 Jhd. ihren Ursprung auf Wetterstationen und Schiffen. Der durch die Industrialisierung induzierte Begriff Klimawandel bezeichnet heutzutage also eine anthropologische Ursache – also: Klimawandel, vom Menschen verursacht.

Seit Anbeginn der Zeit

Obwohl es wahr ist, dass sich die Temperaturen unserer 4,5 Mrd. Jahre alten Erde seit Anbeginn der Zeit verändert haben, können die aktuell voranschreitenden Erwärmungen nicht mit den geologischen und biologischen Temperatur-Zyklen belegt werden. Temperaturänderungen, welche sich üblicherweise über hunderttausenden von Jahren erstrecken würden, erleben wir innerhalb einer menschlichen Generation. Mit der Erderwärmung ist der mittlere Temperaturanstieg des Planeten gemeint. Die Ursachen dafür sind bekannt: Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zur Energieerzeugung, Abholzen von Wäldern und die massenhafte Lebensmittelproduktion.

Seit der Eiszeit

In den letzten 650.000 Jahren verzeichnen wir sieben Zyklen im Zusammenhang mit Gletscherbewegungen. Den beginn des modernen Klimazeitalters datieren Wissenschaftler mit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11.700 Jahren. Diese Daten werden durch Satelliten in der Erdumlaufbahn, Eisbohrkerne aus Grönland, Antarktis und tropischen Gebirgsgletschern, Analysen von Baumringen, Meeressedimenten, Korallenriffen und Schichten von Sedimentgestein zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigt, dass die aktuelle Erderwärmung ungefähr zehnmal schneller verläuft als die mittlere Erwärmung während des letzten Eiszeitalters. Kohlendioxid, welches durch Menschen verursacht wird, steigt mehr als 250-mal schneller als das natürlich entstandene nach der jüngsten Eiszeit.

9 Fakten zum Klimawandel

Globale Erderwärmung

Der durchschnittliche Temperaturanstieg hat sich seit 1880 um 1,2 Grad Celsius bzw. 2,2 Grad Fahrenheit erhöht, wobei die größten Änderungen im späten 20. Jahrhundert stattfanden. Landmassen haben sich rasanter erwärmt als Meeresoberflächen und die Arktis verzeichnet einen Temperaturanstieg von ca. 2,4 Grad Celsius bzw. 4 Grad Fahrenheit seit den 1960er.

Ozean

Unsere Ozeane kaschieren die wirklichen Auswirkungen des Klimawandels: 90 % der Hitze, welche durch Treibhausgase entsteht, wird durch unsere Meere aufgenommen. Einer im Fachjournal Nature Climate publizierten Studie aus dem Jahr 2016 zufolge haben die Meeresflächen zwischen 1997 und 2015 so viel Hitze absorbiert, wie in den letzten 130 Jahren.

Eisschmelze

Grönland hat laut Daten der NASA zwischen den Jahren 1993 und 2019 im Mittel 279 Mrd. Tonnen Eis jedes Jahr verloren. Die Antarktis hat jedes Jahr ca. 148 Mrd. Tonnen Eis verloren.

Gletscher

Satellitendaten zeigen: die Gletscher ziehen sich zurück – beispielsweise im Alpenraum, Himalaya, den Anden, Rocky Mountains, Alaska und Afrika

Schneeschmelze

In der nördlichen Hemisphäre der Erde nehmen die permanenten Schneedecken ab und der Schnee schmilzt immer früher.

Meeresspiegel

Der Globale Meeresspiegel ist im letzten Jhd. um ungefähr 20 Zentimeter gestiegen – in den letzten zwanzig Jahren ist die Zunahme beinahe doppelt so hoch wie im letzten Jhd. – und nimmt leicht exponentiell zu.

Antarktis

Aufzeichnungen von Satelliten bestätigen den schnellen Abfall der Dicke und Ausbreitung des arktischen Meereises. Das Eis erreicht jeden September den niedrigsten Wert. Aktuell liegt die abnehmende Rate bei 13,1 % pro Jahrzehnt.

Eine animierte Zeitspanne der arktischen Eisfläche zwischen 1979 und 2020 können sie auf der Homepage der NASA sehen:

https://climate.nasa.gov/vital-signs/arctic-sea-ice/

Naturkatastrophen

Während sich die Zahl der höchsten Temperaturrekorde in den USA seit 1950 erhöht hat, nahm die Anzahl der tiefsten Temperaturen ab.

Toxizität des Ozeans

Seit den 1950er nahm der Säuregehalt des Oberflächenwassers der Meere um ungefähr 30 % zu. Grund dafür ist der durch Menschen hervorgerufene Kohlendioxid-Ausstoß, welcher auch vom Ozean aufgenommen wird. Pro Jahr sind das zwischen 7,2 und 10,8 Mrd. Tonnen.


Quellen

Gleckler, P., Durack, P., Stouffer, R. et al. Industrial-era global ocean heat uptake doubles in recent decades. Nature Clim Change 6, 394–398 (2016). https://doi.org/10.1038/nclimate2915

https://www.wwf.org.uk/updates/10-myths-about-climate-change

https://climate.nasa.gov/evidence/

https://www.unep.org/explore-topics/climate-action/facts-about-climate-emergency

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