Baldrian (Valeriana officina)

Synonyme

Valeriana officinalis, Echter Baldrian, Arzneibaldrian, Augenwurz, Hexenkraut, Katzenkraut, Stinkwurz, Mondwurz

Merkmale

Der Geruch dieses Heilmittels kann Katzen anlocken. Die Blütezeit ist in der Regel von Juni bis August, wobei die Wurzeln von August bis Oktober gesammelt werden. Danach werden die Blüten gesäubert, aufgehängt und zum Trocknen aufgehängt.
Eigenabau kann im Garten oder – falls nicht vorhanden – in einem Topf bzw. Kübel am Fenster oder Terasse geschehen. Baldrian genießt einen hellen bzw. halbschattigen Platz und sollte so oft wie möglich befeuchtet werden – sodass er feucht bleibt. Die Blühetriebe kann man in regelmäßigen Abständen zurückschneiden, da für die arzneimittel-Anwendung lediglich die Wurzelbestände benötigt. In der griechischen Antike benutzten Frauen Baldrian bei Menstruationsbeschwerden. Hildegard von Bingen verschrieb die Heilpflanze bei Seitenstechen und Gicht. Zusätzlich dazu kann er auch gegen okulare Probleme, Kopfschmerzen, Hustanfälle und Stichtraumata zur Verwendung kommen.
Die Pflanze soll auch einen beruhigenden Effekt haben – sie soll bei Schlafproblemen und Stress im Magenbereich medizinischen Einsatz finden. Eine Möglichkeit für einen gekühlten Auszug besteht: 0,5-3 Tl mit einer Tasse Wasser kann am Tag verteilt zugenommen werden. Auch in Apotheken werden Baldrian-Extrakte mit einer beruhigenden Wirkung verkauft.

Taxonomie und Verbreitung

Die Gattung Valeriana beinhaltet 150 bis 250 Arten und wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, aufgelistet. Man findet ihn in feuchten Wiesen und Wälder, in der ganzen Schweiz; Europa und Asien.

Aussehen

40-150 cm hohe, krautige Pflanze.
Stängel: kahl bzw. behaart, mit 4 bis 13 Blattpaaren, die nach oben hin kleiner werden.
Blätter: grün und nicht paarig gefiedert, mit 3-13 Fiederpaaren
Blüten: Weiß bis Rosa
Krone: 2,5-6 mm lang und hauptsächlich schirmförmig
Blütezeit: Juni bis August
Früchte: 2-5 mm lange Achänen die entweder kahl oder behaart sind mit 4-7 mm langen federigen Borsten.

Mögliche Verwendung

Zur Behandlung von Schlafstörungen, bei Unruhe- und Spannungszuständen, Nervosität und Stress eingesetzt.

Mögliche Wirkung

Angstlösend und schlaffördernd, jedoch ist der Wirkmechanismus noch nicht genau erforscht.
Eventueller Einfluss auf die GABA-Neurotransmission bzw. auf die Serotoninrezeptoren.

Inhaltsstoffe

  • Ätherische Öle
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Valepotriate
  • Sesquiterpene
  • Fettsäuren
  • Flavonoide
  • Alkaloide

Kontraindikationen

Bei einer Überempfindlichkeit
Bestimme Mittel sollten nicht bei Kindern angewendet werden
Vorsicht während der Schwangerschaft und Stillzeit

Unerwünschte Wirkungen

Verdauungsbeschwerden und Überempfindlichkeitsreaktion

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